
Warten-ein Corona Tagebuch 2020
Angesichts schwerer Krankheiten wird das menschliche Leben vor eine große Herausforderung gestellt. Eingesperrt, um sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen, müssen die Menschen zu Hause ausharren und auf den Tag der Lockerung warten.
Doch gerade das Warten lässt den Menschen wieder ganz neue Dinge erfahren. So bekommen zum Beispiel die einst oft vernachlässigten Zimmerpflanzen mehr
Aufmerksamkeit. So habe ich in meinem Zimmer die Kraft und Kunst des Lebens gefunden.
Ich habe während der Zeit im Zimmer versucht, die Pflanzen in unterschiedlichen Situationen zu fotografieren und festzuhalten. Daraus ist dann ein Tagebuch entstanden, das meine Gedanken und Emotionen während der Lockdown-Zeit festgehalten hat.
Hier ist ein Auszug davon.
Ich öffne meine Arme.
Umarme das Unbekannte.
Komm schon, komm schon.
Ob es eine unerwarteter Besucher
oder ein lang verlorener Tau ist?
Komm schon, komm schon.
Wassertropfen gehen an mir vorbei.
Die Würmer flüstern zu mir.
Bitte, bitte, sagt es mir!
Was ist da draußen?!


Komm näher…, noch näher.
Lass die Schatten farbig werden.
Doch aktuell ist es die Distanz,
die wir brauchen,
damit das Leben wieder farbig werden kann.
Ich will noch warten,
warten nicht darauf, dass wir uns an die Distanz des anderen gewöhnen,
sondern warten auf den Tag
an dem wir unsere Erfahrung als Farbe nutzen können,
um die Schatten zu malen.
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